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Oper "Medea" in der Bastille Opéra, Paris:
Medée contemporaine.
... Liebermann et la librettiste Ursula Haas ont relu le mythe
la magicienne infanticide à la lumière du XX e siècle.
Ce n´est plus la belle Créüse, mais Créon, devenant l`amant de Jason,
qui meurt dans la robe ensorelée, et Medée reste seule,
bénéficiant d`un non-lieu, qui résume notre époque. ...
Le Monde de la musique, Februar 2002
... la version définitives de trois
actes et en langue allemande s`appuie sur le livre d`Ursula Haas
"Non-lieur pour Medée". Dans son livret, celle-ci exonèr la sorcière
meurtrière de ses propres enfants, en fait une victime de la civilisation grecque. ...
Il Piccolo, 16. Februar 2002
Questa Medea somiglia a Sissi. ...
La Tribune, 14. Februar 2002
París estrena "Medea", la primera ópera explícamente homosexual ...
La Vanguardia, 19. Februar 2002
Medée est une oeuvre cursive, compacte comme un bloc de granit ...
L´Opéra, 20. Februar 2002
Medea: Vengeance with a modern twist
International Herald Tribune, 20. Februar 2002
...Ursula Haas a du mythe de Medée une
vision très personelle ... de son côté, le héros corinthien accorde ses faveur
au jeune prêtre du culte d`Apollon, Kreon.
La Voix du Luxembourg, 25. Februar 2002
..."Medea" ist ein Werk der Gegensätze. Das Textbuch
der deutschen Schriftstellerin Ursula Haas nach ihrem Roman "Freispruch für Medea"
wirft die seit Euripides und Appolonius von Rhodos über Corneille, Grillparzer,
Cherubini bis Heiner Müller bekannte Geschichte um, denn Jason verlässt Medea für
den jungen Apollo-Priester Kreon ( nicht für Kreusa/Glauke). Haas streicht krass
diese Gegensätze der vorhistorischen Epoche der Handlung heraus: Okzident-Orient,
Dionysos-Apollo, "Zivilisierte" (weiße griechische Argonauten) -"Barbaren"
(schwarze kolchische Frauen), Patriarchat-Matriarchat,
Heterosexualität-Homosexualität. Ursula Haas hat diese Gegensätze in die Handlung
der 75-Minuten-Oper mit ungewöhnlich dichter, vielschichtiger Aktion eingebaut. ...
Der Neue Merker, März 2002
Selbstfindung. ... tritt bei Lavelli (Regie) ein Zug des Werkes
hervor, den Liebermann und seine Librettistin Ursula Haas vielleicht erst ganz deutlich
in eben dieser Drittfassung heraus zu modellieren vermochten: Das Schicksal der Medea
stellt keine monströse antike Geschichte dar, es wird auch nicht zum feministischen
Monument ... oder zur Hassanklage gegen die Männerwelt: Vielmehr entsteht der Konflikt
vor allem aus dem Wesen der Frau selbst, der extremen Gespanntheit ihrer Emotionalität,
der Rigorosität ihres Fühlens und Denkens, aus dem sich alles Handeln erklärt. ...
Opernwelt, April 2002
In a modern "Medea", Jason feels free in the arms of a
prince. ... the first exlicitly homosexual opera. In an essay in the Bastill Opera´s program ...
Dominique Fernandez, a novellist and musiccritic, says this is what distinguishes "Medea".
"Medea, he writes, "for the first time, two men sing of their love, without disguise or evasion".
New York Times, 27. Februar 2002
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Mozarts "L`Enlèvement au Sérail"
avec un récit de Bassa Selim de Ursula Haas,
im Théatre des Champs-Elysées, Paris, 7. Mai 2002
Mozarts "Entführung aus dem Serail"
konzertant, Erzähltext von Ursula Haas.
Leverkusen Forum (13. November 2007 )
Tonhalle Düsseldorf (14. November 2007)
Der Erzähltext, der die Dialoge in dieser Aufführung ersetzte, stammte von der Schriftstellerin Ursula Haas …, was im sparsamen Leporello in der Tonhalle leider nicht angegeben war. In ihm wurden die gegensätzlichen menschlichen Eigenschaften von Güte und Hass, Liebe und Vernunft, Weisheit und Intoleranz thematisiert und die charakteristischen Eigenschaften der beiden so verschiedenen Kulturen von Orient und Okzident gegenübergestellt. Damit bekam der musikalisch sehr farbenreiche und unterhaltsame Abend sogar noch eine kulturgeschichtliche Würze.
Gerhard Menzel, online Musik Magazin
Amsterdam Concertgebouw (16. 8. 2002) und Lucerne Festival im KKL (18. 8. 2002)
... Mit Bruno Ganz (Bassa Selim)
stand ein feinsinniger Melancholiker auf der Bühne, ein unglücklich Werbender, dessen
Resignation in sublimer Poesie aufging. Dass er in der Textfassung von Ursula Haas zugleich
als Erzähler fungierte, erwies sich als geglückter Kunstgriff. Seine subjektiv arabische
Sicht der Dinge, der Verweis auf die kulturelle Blüte und Toleranz während der Maurenherrschaft
in Spanien brachte für einen Abend wieder ins Lot, was vergangenes Jahr, am 11. September,
in Schieflage geraten war.
Neue Zürcher Zeitung, 20 August 2002
Bei Verträgen verstecken sich die Überraschungen im
Kleingedruckten, diesmal im Abendprogramm. Denn erst dort waren gesprochene Texte von Ursula Haas
angekündigt, die für eine riesige positive Überraschung gesorgt. ... Das Werk kam überraschungsreich
aktuell daher. Der großartige Bruno Ganz wurde als Bassa Selim auch zum Spielleiter, der die Handlung
aus dem Blickwinkel des Orientalen kommentierte. Dass war mehr als der Exot in der Mozartzeit,
dessen Menschlichkeit beschämen sollte. Ein Weiser war das, dessen Balance von Ernst und Ironie
selbst die gepfefferten Ansichten über arrogante "Westler" gerade hinreichend abfederte. Aktuell,
nicht, obwohl vor jenem ominösen 11. September geschrieben?
Neue Luzerner Zeitung, 20.August 2002
Bruno Ganz liest Bassa Selim. Nach Dietrich Fischer-Dieskau
hat der neue "Erzähltext" von Ursula Haas zu Mozarts "Entführung aus dem Serail" einen zweiten prominenten
Rezitator erhalten. Bruno Ganz las Bassa Selim bei den Auftritten des Concerto Köln unter Leitung von
David Stern und umrahmt von renommierten internationalen Gesangssolisten-sowohl im Amsterdamer
Concertgebouw am 16. August wie zwei Tage später beim Lucerne Festival. Der Text wurde dort als
"riesige positive Überraschung" empfunden:
"Bruno Ganz wurde zum Spielleiter, der die Handlung aus dem Blickwinkel des Orientalen kommentierte"
(Luzerner Zeitung) und Die `Neue Zürcher Zeitung` wertete die neue Textfassung von Ursula Haas als
"geglückten Kunstgriff". – In diesem Frühjahr hatte die Haas- Fassung (in französischer Übersetzung)
im Théâtre des Champs-Elsées in Paris bereits eine erfolgreiche Erstaufführung erlebt.
News, Breitkopf und Haertel, III, 2002
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Oper "Medea" im Stadttheater Bern:
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Zwischen Realismus, Comic und Tiefsinn.
Die Medea sei ein feminines Monument, sagte der Komponist Rolf Liebermann
bei der ersten zweiaktigen Fassung seiner Oper "Freispruch für Medea" auf
ein Libretto der Dichterin Ursula Haas. Die Priesterin findet in dem
Zusammenprall der Kulturen von Kolchis und Korinth sich selbst, ihre von
Jason zerstörte Verbindung zu Erde und Universum wird am Schluss unter
neuen Bedingungen wieder hergestellt. Eine zeitgemäße Neuinterpretation des Mythos.
Neue Zürcher Zeitung, 5. Juni 2001
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Oper "Die Entführung aus dem Serail" konzertant im Prinzregententheater München
Die Szene nicht vermisst ... So munter und musikalisch
gelungen wünschte man sich manche szenische Produktion. ... Dass die szenische Aktion
kaum vermisst wurde, lag auch an der rollendeckenden Besetzung sowie am "Erzähltext"
von Ursula Haas und dessen Interpretation durch Dietrich Fischer-Dieskau. Diese Prosa war
frei von Gelehrsamkeit oder gar Peinlichkeit, sie verband Information mit humorvoll
dichterischer Fantasie. Fischer-Dieskau gestaltete sie als ein wandlungsfähiger Schauspieler,
seine Stimme in allen Lagen und Ausdrucksmöglichkeiten nutzend. So munter und musikalisch
wünschte man sich manche szenische Produktion.
Münchner Merkur, 12.10.1999
Operation gelungen. Mozart lebt. Erleichterung, Glück, Jubel im
Prinzregententheater. Der Bassa kommentierte die Handlung und lässt uns ausgiebig an seinem
Seelenpein teilhaben. Da passt es wunderbar, dass sich Dietrich Fischer-Dieskau der Rolle
annahm, Brille auf, an einen Tisch gesetzt, das Buch aufgeschlagen, und los ging`s mit einer
Demonstzration an kultivierter Deklamation und spannender Textgestaltung.
TZ, München 12. 10. 1999
Das Unterfangen reizte mich schon deshalb, weil ich diesem Ausnahme –Mozart wegen einer fehlenden
Partie für meine Stimmlage immer etwas ferngestanden habe. Nun durfte ich eine fiktive, immerhin
mögliche Biographie des Bassa nachvollziehen, der bei der Uraufführung durch banalen Zufall,
nämlich durch eine fristlose Kündigung
des vorgesehenen Tenors, zur Sprechpartie mutiert war.
Dietrich Fischer –Dieskau (Zeit eines Lebens-Auf Fährtensuche, S. 182 ff)
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Oper "Freispruch für Medea", Staatsoper Hamburg:
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Ruth Berghaus´ Inszenierung zielt
auf strikt antinaturalistische Lakonik, verweigert tröstliche Utopie: Medea harrt starr vor den
eigenen schwarzen Schatten. ... In den choreographischen Zügen der Inszenierung, dem Spiel mit
Widderkostümen für die Frauen von Kolchis, dem Wirken des Bewegungschors, den Treppenritualen ...
kann man Grundmuster des Berghaus-Stils erkennen. ...
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.9.1995 |

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Die Französin Francoise Pollet, die die überaus schwere Titelpartie schon
vor fünf Jahren bei der Kantaten-Uraufführung gesungen hatte, stellte einmal mehr die atemberaubenden
Qualitäten ihres Soprans unter Beweis. Countertenor Jochen Kowalski als junger Kreon nutzte seinen Auftritt
zu einer professionellen Glanzleistung. ...
Hamburger Abendblatt, 26.9.1995
Bemerkenswert an dem Unterfangen ist freilich der ungewöhnliche, geradezu
feministische Blick auf die Figur der Medea. Nicht Täterin, Verräterin an der Familie, Kindsmörderin ist sie
hier, sondern vielmehr Opfer des erbarmungslosen männlichen Machtstreben, das Jason auslebt.
Neue Zürcher Zeitung, 26.9.1999
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Konzert "Medea – Monolog", Musikhalle Hamburg:
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Leidenschaftlicher Freispruch. ... Die sechzig Zeilen
in freiem Rhythmus sind ein Glücksfall mit politischen Implikationen. Die Medea, der Ursula
Haas ihre Stimme gibt, ist zwar noch die schwarze Frau aus der Fremde, die den Gatten Jason
verlassen wird und die junge Nebenbuhlerin im aufbrennenden Brautkleid verbrennen lässt.
Doch hat sie keine Kinder, die sie ermorden könnte. Unmissverständlich plädiert sie für den
Tod der Ungeborenen .... diese Frau steht auf der Schwelle zum neuen ...
Dreierlei spricht für die Qualität, die Tauglichkeit des Textes. Seine Entschiedenheit
gefriert nicht zu Thesendeutsch, sein Rang sperrt Musik nicht aus, sondern lockt sie an.
Seine Form des inneren Monologes, genau ausbalanciert zwischen der Erinnerung an vergangenes
Glück und dem Zorn auf die Gegenwart, fordert musikalische Strukturen geradezu heraus. ...
Süddeutsche Zeitung, 28. August 1990
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Wer lieben kann, der kann auch töten. ...
die deutlich dreiteilige Form des Gedichtes überträgt die Stufenfolge von Leidenschaft,
Entfremdung und Ablösung ...
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. August 1990
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